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Wie zuhause telefonieren: EU senkt Roaming-Gebühren

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Wie zuhause telefonieren: EU senkt Roaming-Gebühren

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Sehnsucht nach echten Ferien? Oder Angst vor unkalkulierbaren Zuschlägen?
Im Urlaub schaltet jeder dritte Europäer im europäischen Ausland sein Mobiltelefon lieber ab.

Denn wenn ein Verbraucher im EU-Ausland telefoniert, wandert er in ausländischen Mobilfunknetzen umher (roaming) – kostenpflichtig.

Auf Druck der EU senken Mobilfunkanbieter seit Jahren die Preise für Telefonate, SMS und mobiles Internet-Surfen im Ausland.

Von diesem Dienstag (1. Juli) an gelten wieder neue Obergrenzen in 31 Ländern – zum achten Mal seit 2007.

Ein Anruf aus dem europäischen Ausland kostet dann zum Beispiel maximal 19 statt 24 Cent pro Minute plus Mehrwertsteuer. Deutsche Verbraucher zahlen inklusive Steuer maximal 22,6 Cent pro Minute und für die Annahme eines Anrufs 5 Cent.

Eine SMS-Nachricht schlägt mit 6 Cent zu Buche – für deutsche Kunden mit höchstens 7,1 statt bisher 9,5 Cent. Ankommende SMS kosten den Handynutzer weiter nichts.

Für Internet-Surfen im Ausland dürfen Anbieter maximal 20 Cent vor Steuern statt 45 Cent pro Megabyte Datenvolumen verlangen.

Erst seit Sommer 2012 gibt es solche Grenzen, vorher zahlte ein Nutzer oft bis zu 4 Euro. Mit Roaming setzten Mobilfunknetz-Anbieter noch 2012 fünf Milliarden Euro um.

Inzwischen versuchen sie, sich mit Sonderangeboten für Auslandsaufenthalte auszustechen.

Und wenn es nach EU-Kommissarin Neelie Kroes geht, ist mit Roaming-Gebühren Ende 2015 endgültig Schluss.

su mit dpa