Eilmeldung

Eilmeldung

Irak: Maliki bietet feindlichen Stämmen Amnestie an

Sie lesen gerade:

Irak: Maliki bietet feindlichen Stämmen Amnestie an

Schriftgrösse Aa Aa

Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki hat Stämmen, die an der Seite von ISIL gegen die Regierung gekämpft haben, eine Amnestie in Aussicht gestellt. Davon ausgeschlossen seien aber alle jene, die Blut an den Händen hätten, so Maliki.

Den schiitischen Streit um die Besetzung des Ministerpräsidentenamts, der sich gestern in der ersten Sitzung des neuen Parlaments abgezeichnet hatte, hoffe er zu überwinden, sagte Maliki und beschwor den Zusammenhalt.

ISIL hatte schon zuvor über einen Staat im Irak und der Levante gesprochen. Aber jetzt sprechen sie von einem Kalifat in der ganzen Region”, so Maliki. “Zu glauben, irgendein Teil des Irak sei vor ihnen sicher, wäre also falsch. Auch Nachbarstaaten sind nicht sicher. Aber ihr Plan wird nicht aufgehen, dank des Muts der irakischen Kämpfer bei Polizei, Armee und Freiwilligen-Einheiten.”

Niemand dürfe die gegenwärtige Situation nutzen, um für sich selbst vollendete Tatsachen zu schaffen, so wie es die Kurden derzeit versuchten, sagte Maliki weiter.

Nördlich von Bagdad schlossen sich unterdessen örtliche Stämme den Regierungstruppen an, während im Süden erneut hunderte junge Schiiten den Milizeneinheiten beitraten, um gemeinsam mit der Regierung gegen die sunnitischen Rebellen im Norden vorzugehen.