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Bolivien: Polizei verleiht Lohnforderungen mit Tränengas Nachdruck

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Bolivien: Polizei verleiht Lohnforderungen mit Tränengas Nachdruck

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Im bolivianischen La Paz haben Polizeibeamte mit einer Protestkundgebung unweit des Regierungsviertels höhere Löhne gefordert und dabei auch Tränengas eingesetzt.

Etwa 500 Beamte niederer Ränge verweigerten den Dienst, einige Beamte verschanzten sich auf dem Dach einer Polizeistation. Den Polizeichefs verwehrten sie mit Tränengas den Zutritt.

“Wir werden unseren Dienst solange nicht tun, bis es Gespräche mit der Regierung gibt”, so ein Protestierender. “Wir wollen keine Konfrontation, wir stehen Seite an Seite mit unseren Vertretern. Es ist Zeit, die Polizeifamilie endlich zu würdigen.”

Seit vergangener Woche fordern die Polizisten bessere Löhne. Pro Monat verdient ein Polizeibeamter in La Paz derzeit zwischen 190 und 210 Euro. Ein Angebot der Regierung, die Löhne ab August anzuheben, lehnten die Beamten ab.

In derselben Polizeistation war es schon im Jahr 2012 wegen eines Lohndisputes sechs Tage lang zu Ausschreitungen gekommen.