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Finnland: Ausländische Geheimdienste hacken Außenministerium

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Finnland: Ausländische Geheimdienste hacken Außenministerium

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Finnland verdächtigt zwei Staaten hinter den im Oktober bekannt gewordenen Cyberspionageangriffen auf das finnische Außenministerium zu stecken. Nach Ermittlungen des finnischen Geheimdienstes SUPO sind Hacker in das interne Kommunikationsnetz des Ministeriums eingedrungen und haben über mehrere Jahre eine “beträchtliche Anzahl von Dateien” gestohlen. Die verwendete Spyware sei hochentwickelt und schwer zu entdecken gewesen.

“Wir wissen, dass staatliche Stellen hinter diesen Verbrechen stecken. Wir haben einige Hinweise, werden dazu aber keine öffentliche Stellungnahme abgeben”, sagte SUPO-Chef Antti Pelttari.

Die betroffenen Staaten seien angesprochen worden. Medienberichten wie in der Helsinki Times zufolge soll es sich um China und Russland handeln. Allerdings hatte die Wasington Post kürzlich berichtet, der US-Geheimdienst NSA habe eine richterliche Ermächtigung, die Kommunikation der finnischen Regierung auszuspionieren.

Die finnischen Behörden hatten von einem befreundeten Staat Hinweise auf den Hackerangriff erhalten. Bei dem Staat soll es sich um Schweden gehandelt haben.

Mehrere andere europäische Staaten, darunter Belgien waren nach finnischen Angaben ebenfalls Opfer vergleichbare Cyberspionageangriffe.

Seit dem Bekanntwerden der Cyberspionagefälle habe man mehrere neue Angriffe abgewehrt, erklärte das finnische Außenministerium.