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Zivilisten in der Ostukraine: Zwischen den Fronten und ohne Auswege

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Zivilisten in der Ostukraine: Zwischen den Fronten und ohne Auswege

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Die Bevölkerung im Osten der Ukraine ist in Angst. Lange schon beschränken sich die Kämpfe nicht mehr auf umliegende Gebiete oder Landstraßen. Inzwischen sind Siedlungen und Städte wie Luhansk, Kramatorsk oder Donezk selbst zu Fronten geworden. Viele Einwohner berichten, sie wüssten nicht, wo sie den Kämpfen aus dem Weg gehen könnten.

Für neun tote Zivilisten, die es beim Dorf Luhanska gegeben haben soll, geben sich ukrainische Einheiten und Separatisten gegenseitig die Schuld.

Die Folgen der Kämpfe sind in den Städten nicht zu übersehen. Diese Frau in Donezk ist entsetzt: “Im Fernsehen haben sie Bilder von Leuten in Kiew gezeigt, die bei Demonstrationen die Fortsetzung der Anti-Terror-Operation gefordert haben. Ich möchte denen sagen, Bürger Kiews, wart ihr schon mal hier? Wie könnt ihr verlangen, dass Ukrainer andere Ukrainer töten?”

In Donezk wurden Meldungen zufolge drei Verkehrspolizisten erschossen, ein ukrainischer Soldat sei mit einer weißen Fahne in eine tödliche Falle gelockt worden. Außerdem sollen neun ukrainische Grenzsoldaten verwundet worden sein.

Laut der ukrainischen Regierung sind seit Beginn des Konflikts hunderte Separatisten und Zivilisten sowie 200 Soldaten ums Leben gekommen.