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Angst vor Black-Outs in Griechenland

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Angst vor Black-Outs in Griechenland

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Mitten im Sommer und kurz vor Beginn der touristischen Hochsaison drohen in Griechenland umfangreiche Stromausfälle. Hintergrund sind Privatisierungspläne der Regierung, die rund ein Drittel der staatlichen griechischen Elektrizitätsgesellschaft verkaufen will. Aus Protest dagegen legten die Beschäftigten jetzt für 48 Stunden die Arbeit nieder. Sollte die Regierung ihre Pläne nicht zurücknehmen, droht die Gewerkschaft mit einem Dauerstreik.

“Ich war vor kurzem im Krankenhaus und hab´ gesehen, wieviele Leute da auf die Hilfe elektrischer Geräte angewiesen sind,” zeigte sich eine Athenerin besorgt, “wie kann man da den Strom abschalten?”

Und ein Ladenbesitzer meinte: “Ich mache mir echt Sorgen, weil ich leicht verderbliche Produkten verkaufe. Schon ein paar Stunden Stromausfall könnten großen Schaden anrichten. Und dann die Hitze jetzt im Sommer. Ohne Strom können auch die Klimaanlagen nicht laufen.”
Ministerpräsident Antonis Samaras will hart durchgreifen, sollte es mitten in der Tourismussaison zu Stromabschaltungen kommen.
Das Gesetz zum Teil-Verkauf soll kommende Woche vom Parlament gebilligt werden. “Die Mitarbeiter der Elektrizitätsgesellschaft, die im Zentrum Athens demonstrierten, haben ganz klar gemacht, dass ihr Kampf gegen die Teil-Privatisierung des Unternehmens gerade erst begonnen hat,” resümiert unser Korrespondent Akis Tatsis, “die Regierung scheint unnachgiebig zu sein, und dafür gibt´s jede Menge scharfer Kritik von den Oppositionsparteien.”