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Doppelagent im BND? Neuer Spionageverdacht gegen die USA

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Doppelagent im BND? Neuer Spionageverdacht gegen die USA

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Das deutsche Verhältnis zu den USA wird erneut durch Geheimdienste belastet.

Der Generalbundesanwalt teilte mit, ein Deutscher sitze in Untersuchungshaft – wegen dringenden Verdachts auf Agententätigkeit. In dem Fall ermittele nun das Bundeskriminalamt.

Mehrere Medien berichten darüber hinaus, der Mann arbeite im Bundesnachrichtendienst. Er habe zwei Jahre lang amerikanische Geheimdienste mit Informationen versorgt.

Möglicherweise wurden dabei sogar geheime Informationen aus dem Untersuchungsausschuss des Bundestags weitergegeben, der sich mit der Tätigkeit des Geheimdiensts NSA in Deutschland befasst.

Die NSA-Affäre hatte letztes Jahr für schwere Verstimmungen zwischen Deutschland und den USA gesorgt. Symbolträchtig war dabei das Anzapfen des Kanzlerin-Handys.

Die Sicherheitsbehörden befürchten schon länger, dass der NSA-Ausschuss selbst von ausländischen Diensten bespitzelt wird.

Vom BND gibt es zu dem Fall des mutmaßlichen Doppelagenten keine Stellungnahme. Aus den USA heißt es nur “kein Kommentar”.

Inzwischen wurde der amerikanische Botschafter ins Außenministerium gebeten.

Man habe ihn bei einem Gespräch gebeten, “an einer zügigen Aufklärung mitzuwirken”, teilte das Ministerium mit.