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Österreich: Großbank "Erste" verliert Milliarden in Osteuropa

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Österreich: Großbank "Erste" verliert Milliarden in Osteuropa

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In Österreich ist eine der größten Banken des Landes, die “Erste” (eigentlich: Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG), in der Bilanz und an der Börse in die Verlustzone gestürzt. Die Bank stellte einen drastischen Verlust von bis zu 1,6 Milliarden Euro in Aussicht. Sie muss viel mehr Geld als gedacht auf die Seite legen – vor allem für faule Kredite in Ungarn und Rumänien. Die Risikovorsorge steigt von von 1,7 Milliarden auf 2,4 Milliarden Euro. Die “Erste”-Aktie fiel nach den Nachrichten um fast 13 Prozent.

In Ungarn müssen Banken nach einem neuen Gesetz, überhöhte Zinsen und Gebühren aus umstrittenen Fremdwährungskrediten (an Privathaushalte)zurückzahlen.

In Rumänien hatte die “Erste” vor neun Jahren die Banca Comercială Română (BCR) für gut vier Milliarden Euro erworben – zu teuer, wie das Management inzwischen einräumte.

Zuvor hatte die Bank Austria bei ihrem “Frühjahrsputz” den Wert aller zugekauften Osteuropa-Banken auf Null gesetzt – Folge: 1,6 Milliarden Euro Verlust für das Jahr 2013.

su mit Reuters