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Ungewissheit um mutmaßliche Mörder von Hebron

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Ungewissheit um mutmaßliche Mörder von Hebron

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Israels Armee sucht unvermindert nach den mutmaßlichen Mördern der drei israelischen Jugendlichen, die Anfang der Woche tot in der Nähe von Hebron aufgefunden wurden. Sie geht davon aus, dass die zwei Verdächtigen seit der Tat auf der Flucht sind. Die israelischen Streitkräfte sprengten sich den Zugang zu den Häusern ihrer Familien frei.

Amar Abu Ajschahs Mutter hingegen ist von der Unschuld ihres Sohnes überzeugt und beschuldigt die Armee: “Diese Trümmer werden mir zusätzliche Kraft geben. Die israelischen Besatzer haben meinen Sohn entführt. Jetzt wird er in einem Gefängnis in Israel festgehalten. Es gibt keine Beweise. Sie müssen erst einmal beweisen, dass er es getan hat.”

Laut den israelischen Sicherheitsdiensten gehören Amar Abu Ajschah und sein mutmaßlicher Komplize Marwan Algawasme der radikalislamischen Palästinenser-Organisation Hamas an. Ihre Familien bestreiten das. Marwans Vater klagt: “Die Israelis sind es gewohnt zu lügen. Die israelischen Medien lügen. Die Anklagen werden immer im Voraus vorbereitet. Wir haben uns nicht angehört, was sie zu sagen hatten. All das ist eine Lüge.”

Die Hamas hat bislang jegliche Verwicklung in die Entführung und die Ermordung der drei israelischen Jugendlichen abgestritten. Unser Korrespondent Mohammed Shaikhibrahim erklärte: “Die Palästinenser weisen die Vorwürfe der Israelis zurück. Doch das, was geschehen ist, wirft viele Fragen auf.”