Eilmeldung

Eilmeldung

Angespannte Lage in Jerusalem

Sie lesen gerade:

Angespannte Lage in Jerusalem

Schriftgrösse Aa Aa

Die Stimmung in Jerusalem ist angespannt: Drei jüdische Jugendliche wurden umgebracht, dann, wohl als Vergeltung, ein palästinensischer Junge.

Dazu kommen wieder einmal Raketenangriffe aus dem palästinensischen Gazastreifen.

Dafür macht Israel die dort herrschende Hamasbewegung verantwortlich, ebenso wie für den Tod der drei jüdischen Schüler.

“Die Hamas sollte man so schnell wie möglich zerschlagen”, sagt ein Mann in Jerusalem. “Das sind Terroristen, die uns vernichten wollen. Man muss aber auch Rücksicht nehmen: Wir wollen Israels arabischen Bürgern nicht schaden, und wir wollen nicht, dass die Araber insgesamt uns noch mehr hassen.”

“Alle Araber müssten für sowas büßen, genauso wie sie es mit den Juden machen”,
meint ein anderer. “Wenn ein Araber getötet wird, müssen ja auch alle leiden. Jetzt
müsste es genauso sein, wo sie drei jüdische Jungs ohne Gnade getötet haben.”

Israels Regierung um Benjamin Netanjahu hält sich mit militärischen Reaktionen diesmal zurück – sicher auch, weil die Raketen in den letzten Tagen keinen Schaden
angerichtet haben.

Die Meinungen dazu sind aber geteilt: Für viele wäre nichts gewonnen, wenn man nun wieder einen Einsatz gegen den Gazastreifen begänne. Andere sehen das als Zeichen von Schwäche, die der Hamas nur helfe.