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Auftakt zum berühmten San-Fermín-Fest im spanischen Pamplona

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Auftakt zum berühmten San-Fermín-Fest im spanischen Pamplona

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Das Festival San Fermín ist eröffnet: Das alljährliche Fest im spanischen Pamplona, zu dem ab morgen auch die berühmte Stierhatz gehört – ebenso wie aber auch religiöse Umzüge und viele andere Veranstaltungen.

San Fermín ist einer der Schutzheiligen der Provinz Navarra, deren Hauptstadt Pamplona ist. Er ist auch der Patron der Bäcker sowie der Weinhändler und Weinschlauchhersteller.

Bei der Hatz werden jeden Morgen mehrere Stiere auf gut achthundert Metern durch die Stadt zum Stierkampfring getrieben.

Vorzugsweise junge Männer versuchen dann, ein Stück lang mit ihnen mitzuhalten – ein Spektakel mit vielen Verletzten.

Über gut hundert Jahre hinweg gab es auch fünfzehn Tote; zum letzten Mal 2009.

An diesem Sonntag geht es aber zunächst nur ums Feiern und ums Trinken: Dass so viele T-Shirts hier nass und rötlich verfärbt sind, ist auf reichlich Wein und Sekt zurückzuführen.

Die Behörden raten daher zum Beispiel, beim Auftakt auf der Plaza Consistorial festes Schuhwerk zu tragen:

Zum einen wegen der vielen Leute, die einem in der Menge auf die Füße treten, vor
allem aber wegen der Glasscherben, weil viele die leergetrunkenen Flaschen einfach
fallen lassen.

Das San-Fermín-Fest dauert neun Tage und zieht hunderttausende Menschen an, die dazu aus aller Welt nach Nordspanien kommen.

Oft reisen sie aus Amerika an, wo der Schriftsteller Ernest Hemingway das Spektakel durch seine Schilderung besonders berühmt gemacht hat.

Am Tag vor der Eröffnung protestierten Tierschützer – nicht unbedingt wegen der Stierhatz, sondern weil die Tiere dann am Abend beim Stierkampf in der Arena zumeist getötet werden.