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Tschernobyl-Kinder in Portugal

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Tschernobyl-Kinder in Portugal

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Jedes Jahr verbringen einige Dutzend Kinder aus der Umgebung von Tschernobyl ihre Sommerferien in Portugal. Katerina Ponomarenko zum Beispiel ist jetzt schon zum sechsten Mal dabei beim “Blue Summer Project”, dass den Kindern Erholung und Abwechslung bieten soll – in einer Umgebung frei von radioaktiver Strahlung. Noch heute leiden die Menschen in der Unglücksregion unter den Folgen des atomaren Super-Gaus vor fast 30 Jahren. Katerina genießt deshalb die vier Wochen, die sie im Norden Portugals bei der Familie Pinho verbringt. “Es ist wissenschaftlich bewiesen,” so ihr Gastvater, “dass sich das Leben der Kinder mit jedem Aufenthalt hier um ein bis zwei Jahre verlängert.”
Für die kleine Katerina Kuschnirenko ist es das erste Mal, dass sie von zuhause weg ist. Ihre Gasteltern Rui und Isabel hatten im Fernsehen von dem Projekt erfahren und nicht eine Sekunde gezögert:
“Heute bin ich richtig begeistert, denn Katerina kommt immer mehr aus sich heraus,” so ihre Gastmutter,“gestern war ich noch traurig, weil ich dachte, ich könnte sie nicht so glücklich machen wie ich wollte.” Obwohl die Kinder Jahre nach der Katatstrophe geboren wurden, leiden viele von ihnen unter Herzproblemen, Leukämie oder auch Störungen des Magen-Darm-Trakts.