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Forschung: Hoffnung für Demenzkranke?

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Forschung: Hoffnung für Demenzkranke?

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In der Alzheimer-Forschung haben britische Wissenschaftler offenbar große Fortschritte gemacht. Sie entwickelten einen Bluttest, mit dem das Auftreten der Krankheit vorhergesagt werden kann.

Nach Untersuchungen bei 1.000 Menschen konnten die Forscher Proteine im Blut ausmachen, die den Beginn der Demenzkrankheit mit fast 90%er Genauigkeit vorhersagen. Die Erkenntnisse sollen Medikamententests verbessern.

Die Behandlungen von Alzheimer waren in den letzten Jahren von Misserfolg gekennzeichnet. So schlugen zwischen 2002 und 2012 fast alle Versuche fehl, den Ausbruch der Krankheit zu verhindern oder diese zu heilen.

Nach Meinung verschiedener Ärzte ist es meistens zu spät, wenn eine Therapie begonnen wird. Grund ist, dass erste Symptome erst ein Jahrzehnt nach Ausbruch der Krankheit auftreten. Risikopatienten vorher zu identifizieren, ist deshalb eine der Prioritäten in der Alzheimer-Forschung.

Weltweit leiden etwa 44 Millionen Menschen unter Demenz. Rund drei Mal so viele werden 2050 an ihr erkrankt sein. Demenz kostet die Gesundheitssysteme knapp 450 Milliarden Euro weltweit.