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Nahost: Raketenbeschuss und Militäroffensive gehen weiter - Zahl der Getöteten steigt auf 68

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Nahost: Raketenbeschuss und Militäroffensive gehen weiter - Zahl der Getöteten steigt auf 68

Nahost: Raketenbeschuss und Militäroffensive gehen weiter - Zahl der Getöteten steigt auf 68
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Bei mehreren neuen Luftangriffen der israelischen Armee auf Ziele im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben in der Nacht zum Donnerstag mindestens sieben Menschen getötet worden, darunter fünf Kinder. Mehrere Menschen wurden verletzt. Auch ein Flüchtlingslager im Zentrum des Palästinensergebiets wurde getroffen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza stieg die Zahl der seit Beginn der israelischen Offensive Getöteten damit auf 68.

Am zweiten Tag der Großoffensive griffen Kampfflugzeuge rund 200 Ziele an, bald könnte eine Bodenoffensive folgen. Die Armee sei für alle Möglichkeiten bereit, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. “Heute haben wir unsere Einsätze gegen die Hamas und andere Terrorgruppen in Gaza ausgeweitet. Wir werden weiterhin unsere Zivilisten vor den Hamas-Angriffen schützen”, sagte Netanjahu. Die Hamas allerdings bringe palästinensische Zivilisten absichtlich in Gefahr.

Palästinensische Extremisten schossen auch in der Nacht zum Donnerstag weiter Raketen auf Israel ab. Einschläge wurden unter anderem in der Region Negev gemeldet. Ähnlich wie von israelischen Spitzenpolitikern kommen auch aus der Hamas-Spitze wenig versöhnliche Worte. Das palästinensische Volk ertrage es nicht, im Besatzungszustand zu leben, so Khaled Meshaal, ein politischer Führer der Hamas. “Diejenigen, die uns bitten, ruhig zu bleiben und das Feuer einzustellen, sollen doch mal die andere Seite fragen, ob sie nicht das Blutvergießen und ihre Angriffe auf Gaza und die West Bank beenden wollen. Sie müssen Netanjahu unter Druck setzen, seine Politik zu ändern”, so Khaled Meshaal.

Auch in Israel selbst ist die Offensive auf den Gaza-Streifen umstritten. Noch mehr Bomben auf Gaza könnten die Spirale der Gewalt nicht stoppen, erklärte ein Teilnehmer einer kleinen Demonstration. Aufgrund der brisanten Lage in dem Konflikt hat der UN-Sicherheitsrat für Donnerstagmorgen eine Dringlichkeitssitzung anberaumt. Der Gazastreifen sei auf Messers Schneide, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Einen ausgewachsenen Krieg könne sich die gesamte Region nicht leisten.