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Portugal schürt neue Ängste vor Bankenkrise

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Portugal schürt neue Ängste vor Bankenkrise

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Portugals Banco Espirito Santo steckt in Schwierigkeiten. Genauer, der von den Bankgründern kontrollierte Mutterkonzern, die in Luxemburg ansässige Holding Espírito Santo Financial Group, soll auf sieben Milliarden Euro Schulden sitzen. Am Donnerstag wurde der Handel mit Holding-Aktien ausgesetzt, an den Märkten macht sich Nervosität breit und selbst Portugals Regierungschef Pedro Passos Coelho sah sich zu einer Aussage genötigt.

“Eine Sache ist das Geschäft der Familie Espirito Santo, ein anderes ist die Bank. Es ist sehr wichtig, dass portugiesische und ausländische Investoren diesen Unterschied ganz klar verstehen und mit Ruhe bezüglich der Bank reagieren.”

Die Bank versuchte ebenfalls, zu beruhigen. Sie ließ wissen, dass ihr Kapital habe zum Ende des ersten Quartals um 2,1 Milliarden Euro über den Mindestanforderungen gelegen. Insgesamt sei die Bank bei anderen Unternehmen der Gruppe mit 1,18 Milliarden Euro engagiert, den Verlust dieses Gelde könne man verkraften.

Die portugiesische Notenbank sprang der Bank zur Seite und bezeichnete die Liquidität des Hauses als ausreichend. Und die EU-Kommission reagierte gelassen auf die Sorgen, man sei zuversichtlich, dass die Probleme bald angegangen würden, so Währungskommissar Siim Kallas. Die Banco Espirito Santo ist eine der Euro-Großbanken, die ab November von der Europäischen Zentralbank (EZB) beaufsichtigt werden sollen und auch dem Stresstest unterzogen werden.