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Schwere Angriffe auf den Gazastreifen

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Schwere Angriffe auf den Gazastreifen

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Ungeachtet internationaler Friedensappelle haben die israelischen Streitkräfte ihre Offensive gegen militante Palästinenser aus geweitet. Die Zahl der palästinensischen Opfer steigt praktisch stündlich. Seit Beginn der Operation “Protective Edge” sind mindestens 166 Palästinenser getötet und über 1100 verletzt worden. Der Samstag war mit rund 60 Toten für die Palästinenser der bislang verlustreichste Tag.

Zu den zahlreichen Zielen, die die Israelis in der Nacht angriffen, gehörte auch das Polizeipräsidium von Gaza. Beim Angriff auf das Wohnhaus von Gazas Polizeikommandeur Taisir al-Batsch wurden mindestens 17 seiner Familienmitglieder getötet.

Die israelische Luftwaffe bombardierte im Laufe des Tages Ziele im nördlichen Teil des Gazastreifens. Zuvor hatte sie Flugblätter abgeworfen, in denen die Bevölkerung aufgefordert wurde, bis 12 Uhr ihre Häuser zu verlassen. 4.000 Menschen folgten dem Aufruf und flohen aus der Gegend. Ein hoher israelischer Offizier kündigte in einem Telefonbriefing für ausländische Journalisten für den späten Sonntagabend einen “gewaltigen Schlag” gegen den Norden des Gazastreifens an.

Israelische Diplomaten machten eine grundlegende Änderung der Lage im Gazastreifen zur Bedingung für einen Waffenstillstand. So wie Syrien die Fähigkeit zur Herstellung chemischer Waffen genommen worden sei, müsse der Hamas im Gazastreifen die Möglichkeit zum Raketenabschuss genommen werden.