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Wahlkrise in Afghanistan: Kerry vermittelt erfolgreich

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Wahlkrise in Afghanistan: Kerry vermittelt erfolgreich

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Angesichts der Krise bei der Präsidentenwahl in Afghanistan haben sich die beiden Kontrahenten Abdullah Abdullah und Aschraf Ghani unter Vermittlung des US-Außenministers John Kerry auf eine Überprüfung der Stimmen geeinigt. Sie forderten den scheidenden Präsidenten Hamid Karsai dazu auf, die für den 2. August geplante Amtsübergabe zu verschieben, um für die Prüfung der Stimmen Zeit zu gewinnen.

Die beiden Kandidaten hätten sich verpflichtet, das Ergebnis zu akzeptieren, so der eigens angereiste Kerry. Abdullah hatte die Stichwahl gegen Ex-Finanzminister Ghani laut vorläufigen Ergebnissen verloren. Der frühere Außenminister führte das auf massiven Wahlbetrug zurück. Er hatte die erste Wahlrunde klar gewonnen.

Bei der Stichwahl am 14. Juni gaben laut Wahlkommission zwei Drittel der Wahlberechtigten ihre Stimme ab – eine hohe Quote, die verdächtig erscheint. Auch die Wahlkommission hatte Bedenken geäußert. Mit der Abstimmung sollte der erste demokratische Machtwechsel in der Geschichte Afghanistans eingeleitet werden.