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Kreml droht Kiew nach Todesopfer auf russischem Gebiet

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Kreml droht Kiew nach Todesopfer auf russischem Gebiet

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Bei Luftschlägen und schwerem
Artilleriebeschuss durch das ukrainische Militär kommen im
Konfliktgebiet Donezk und Luhansk immer mehr Menschen zu Tode.

Erstmals starb nach Moskauer Behördenangaben am Sonntag auch ein Mann auf russischem Gebiet durch ein Geschoss von ukrainischer Seite.

Ein ukrainischer Militärsprecher wies eine Schuld zurück:

“Es gibt viele Beispiele von Separatisten, die Ziele unter Beschuss nehmen. Und das passiert auch auf russischem Gebiet. Oft beschuldigen sie anschließend ukrainische Einheiten.”

Das russische Außenministerium protestierte gegen die Verletzung seines Territoriums und drohte der ukrainischen Regierung mit einer nicht näher beschriebenen scharfen Reaktion.

Nach russischen Angaben erlitt eine Nachbarin des Getöteten beim Beschuss ihres Dorfes unweit der Grenze Verletzungen:
Die Frau schilderte den Vorfall im Krankenhaus:

“Bei dem ersten Einschlag saß ich auf dem Bett und wusste nicht, was los ist. Ich bekam Angst und dann erwischte mich wohl schon der zweite Einschlag.”

Die Frau soll durch die Druckwelle des detonierenden Geschosses verletzt worden sein.

Der Kreml bezeichnete die Vorfälle als eine Gefahr für russische Bürger nun auch auf russischem Territorium.

Russland hatte zuvor damit gedroht, zum Schutz seiner Bürger notfalls sein Militär in der Ukraine einmarschieren zu lassen.