Eilmeldung

Eilmeldung

Bewegung im Atomstreit mit dem Iran

Sie lesen gerade:

Bewegung im Atomstreit mit dem Iran

Schriftgrösse Aa Aa

Wenige Tage vor Ende der Verhandlungsfrist kommt Bewegung in die Atomverhandlungen mit dem Iran. Der iranische Außenminister Dschawad Sarif sieht erhebliche Verbesserungen in dem Text, der gegenwärtig ausgehandelt wird. In einigen Tagen könnte er fertig sein, glaubt Sarif, der in Wien drei Verhandlungsrunden mit den Fünf ständigen Weltsicherheitsratsmitgliedern und Deutschland führte.

“Die Gespräche waren interessant. Jetzt brauchen wir noch politischen Fortschritt in Washington, um eine Lösung für die Krise und einen gemeinsamen Weg zu finden”, sagte Sarif.

Auch US-Außenminister John Kerry sah Fortschritte selbst in kritischen Punkten.

“Es gab greifbare Fortschritte in Schlüsselfragen. Wir hatten tiefgreifende Diskussionen, in denen wir gewisse Dinge bewegen konnten, aber es gibt auch noch erhebliche Differenzen in anderen entscheidenden Fragen. Wir haben glasklar gesagt, dass 19.000 Zentrifugen zu viel sind”, betonte er am Dienstag in Wien vor seinem Rückflug nach Washington.

Die Westmächte verlangen vom Iran eine drastische Verringerung der Zahl der Zentrifugen zur Urananreicherung, um sicherzustellen, dass der Iran keine Nuklearwaffen herstellen kann. Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, hatte in einer am Montagabend im Internet veröffentlichten Mitteilung sogar 190.000 Zentrifugen als erforderlich bezeichnet. Die Westmächte halten dagegen einige Tausend für ausreichend.