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Irak: Armee startet Offensive gegen IS-Extremisten

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Irak: Armee startet Offensive gegen IS-Extremisten

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Zunächst gab es Luftschläge, dann kam die Artillerie dazu, am Ende waren Bodentruppen an der Reihe. Die irakische Armee hat in der Stadt Tikrit im Norden des Landes eine Offensive gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) gestartet. Unterstützt wird die Armee von schiitischen Milizen. Die Soldaten versuchen bereits seit gut zwei Wochen, die Stadt zurückzuerobern. Die Islamisten hatten sie vor gut einem Monat unter ihre Gewalt gebracht.

Unterdessen fliehen weiterhin Tausende vor den Extremisten. So verlassen etwa schiitische Turkmenen ihre Stadt Tal Afar, die vor drei Wochen an IS geriet.

Ein Mann aus Tal Afar berichtet: “Maskierte Leute aus unserem Dorf verrieten die Schiiten, wir wurden weggeschickt. Nur Sunniten durften bleiben. Ein paar Schiiten konvertierten, aus Angst begannen sie, wie Sunniten zu beten.”

Ein anderer: “Bewaffnete Islamisten haben uns gezwungen, Tal Afar zu verlassen. Sie haben uns mit Raketen angegriffen. In einer einzigen Nacht haben sie mehr als 100 Raketen abgefeuert. Wir hatten zu große Angst, um zu bleiben. Unsere Familien und Kinder gerieten in Panik. Manche Häuser wurden angezündet und einige Leute starben.”

Viele der Schiiten versuchen, in Städte wie Bagdad oder Kerbela zu gelangen. Einige fliehen mit dem Auto, andere nehmen das Flugzeug, am Flughafen von Erbil sind zahlreiche Menschen versammelt. Wer nicht auf einen Flug wartet, hofft, von einer der Hilfsorganisationen, die am Airport sind, versorgt zu werden.