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Toulouse-Lautrec-Ausstellung in Budapest

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Toulouse-Lautrec-Ausstellung in Budapest

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Noch bis zum 24.August ist im Museum der Schönen Künste in Budapest eine einzigartige Ausstellung mit etwa 170 Exponaten von Henri de Toulouse-Lautrec zu sehen. Die “Toulouse-Lautrec”-Sammlung gehört mit etwa 200 Werken zu einer der umfangreichsten der Welt.

Der französische Künstler wäre in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden. Im Jahre 1891 schuf er seine erste Lithographie. Das Plakat, das für das Moulin Rouge angefertigt wurde, zeigt die Tänzerin “La Goulue” und den Akrobaten “Valentin, le Désossé”, beides Berühmtheiten des Cancan-Milieus. Mit nur 20 Jahre wurde der kleinwüchsige Mann in das Nachtleben von Montmartre eingeführt. Seitdem lebte er nur noch nachts. Auf seinen Werbeplakate für die Pariser Shows wollte er nicht die schönen Figuren, sondern die Intensität der Charaktere zeigen. Dies war für ihn der Schlüssel zu guter Werbung.

Toulouse-Lautrecs körperliches Wachstum hörte im Alter von 15 Jahren auf. Eine Erklärung hierfür mag der enge Verwandtschaftsgrad seiner Eltern gewesen sein. Wegen dieser Behinderung behandelten Sänger, Künstler und Prostituierte Lautrec nicht als gewöhnlichen Mann, sondern als engen Freund. Weil er ihnen nicht gefährlich werden konnte, ließen sie ihn anscheinend in ihre Welt eintauchen.

Toulouse Lautrec starb 1901 im Alter von 36 Jahren. In seiner 20 jährigen Schaffensphase schuf er mit unbändigem Willen tausende von Werke, zu denen selbst Arbeiten aus Keramik sowie Glasmalereien gehören. Viele seiner Werke gelten heute als verschollen.