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Vom Labor auf die Straße

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Protron Evolution: Das Auto der Zukunft

Studenten der Technischen Universität Trier bauen das Auto der Zukunft. Leise, federleicht und energieeffizient. Damit reagieren sie auf die Forderungen des Shell-Eco-Marathon, einem Wettbewerb um das am wenigsten Energie verbrauchende Fahrzeug der Welt. Seit 2006 hat das Team in Trier zwei Modelle entwickelt: Aeris und Protron.

Momentan arbeiten sie an Protron Evolution, einem sogenannten Ein-Liter-Auto, dass für die industrielle Fertigung geeignet wäre, außerdem alltagstauglich und zu einem erschwinglichen Preis.

Hartmunt Zoppke von der Technischen Universität sagt:
“Das neueste Projekt ist die Entwicklung eines Straßenfahrzeuges, eines serienfähigen Straßenfahrzeuges, was vier Sitzplätze haben wird und was bei Straßenfähigkeit einen Kraftstoffverbrauch erreichen soll, der unter einem Liter pro 100 km liegt. Und dieses Fahrzeug wird neue Wege gehen im Gesamtkonzept. Es wird natürlich auch einen reduzierten Luftwiderstand haben, reduzierten Rollwiderstand haben. Aber, es wird vor allem extrem leicht werden. Deutlich leichter, als die heutigen Serienfahrzeuge.”

Serienfähig bedeutet, dass in der Produktion kein exotisches Material zum Einsatz kommt, weil so der Preis in die Höhe getrieben werden würde. Sollte die Protron Evolution Serienfertigung in die Tat umgesetzt werden, würde das Auto zwischen 10.000 und 15.000 Euro kosten. Damit es dazu kommt, muss das Gewicht des Fahrzeugs noch drastisch gesenkt werden. Das ist nicht so einfach, denn der Trend in der modernen Autoindustrie geht eher in die entgegengesetzte Richtung.

Hartmunt Zoppke gibt zu bedenken, dass das Gewicht der wichtigste Einflussparameter für den Kraftstoffverbrauch ist. Diesen könnte man entweder reduzieren, indem man Werkstoffe und Konstruktionen einsetzt, die ein sehr geringes Fahrzeuggewicht realisieren. Außerdem müsse man aber das Auto von dem befreit, was nicht unbedingt zum Auto gehört.

Protron Evolution soll in zwei Jahren auf der IAA in Frankfurt vorgestellt werden. Vielleicht haben sich bis dahin schon Automobilhersteller interessiert gezeigt.

3D-Scanner “Zebedee”

Der leichtgewichtige, tragbare 3D Scanner “Zebedee”-Scanner wurde von australischen Forschern entwickelt. Bisher benötigte man zur Erstellung eines komplexen räumlichen Bildes mehrere Tage. Dies geht jetzt in weniger als 10 Minuten. Der Kopf des Scanners ist auf eine Feder montiert und schwingt hin und her. Dadurch wird es möglich Millionen von Punkten im Raum aufzunehmen.

Wie Jonathan Roberts sagt, hätten traditionelle 3D Scanner den Nachteil, auf Stative gestellt werden zu müssen. Dadurch könne aber nur gescannt werden, was man auch von dieser Position aus sehen kann. Wenn man also komplexe räumliche Gegebenheiten aufzeichnen wolle, müsse man das Stativ ständig umstellen und die Daten anschließend zusammenfügen.

Für Roberts besteht eine Einsatzmöglichkeit des Scanners in der Erschließung kulturell wichtiger Orte, die nur schwer zugänglich sind. Aber er könnte auch von der Polizei benutzt werden, um den Torort festzuhalten. So würden Kontaminationen verhindert und die Ermittler könnten außerdem schneller zu Ergebnissen kommen.

Der Zebedee Scanner wurde übrigens nach einer Figur der britisch-französischen Kinderserie “The Magic Roundabout” benannt.