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Wer macht's? Topjobs der EU werden neu vergeben

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Wer macht's? Topjobs der EU werden neu vergeben

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Die Staats- und Regierungschefs der EU treffen sich an diesem Mittwoch in Brüssel, um unter anderem über die Besetzung hochrangiger Jobs zu beraten. Einen Tag, nachdem Jean-Claude Juncker im EU-Parlament zum künftigen Präsidenten der Kommission gewählt wurde, geht es vor allem darum, wer auf EU-Ratspräsident Herman van Rompuy und die Außenbeauftragte Catherine Ashton folgt. Italien sähe gerne seine Außenministerin, Federica Mogherini, auf Ashtons Posten. Bedenken zu diesem Vorschlag kommen unter anderem aus Großbritannien.

Der konservative britische Abgeordnete Charles Tannock meinte: “Italien hat enge Beziehungen zur Putin-Regierung in Moskau, daher denke ich, wird es gegen ihre Ernennung Widerstand von mindestens vier Ländern geben.”

Der Franktionsvorsitzende der Sozialisten und Demokraten, Gianni Pittella, hält die Kritik für unangebracht. “Ich denke, Federica wird nicht nur von der italienischen Regierung, sondern auch von den sozialistischen Parteichefs unterstützt. Viele der Kritikpunkte, die in den vergangenen Stunden wegen ihr erhoben wurden, haben keine Grundlage, denn Mogherini hat Erfahrung und Autorität.”

Neben den neuen Posten wird es beim Gipfel auch um die Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten gehen. Und Jean-Claude Juncker will sein Programm vorstellen.

euronews-Reporterin Margherita Sforza: “Was den Job als Ratspräsident angeht, sind die Staats- und Regierungschefs weit von einer Einigung entfernt. Daher wird das Thema womöglich im September bei einem weiteren EU-Gipfel erneut besprochen werden.”