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China: Bloß keine Wirtschaftseuphorie

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China: Bloß keine Wirtschaftseuphorie

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Die chinesische Wirtschaft ist im zweiten Quartal des Jahres um 7,5 Prozent gewachsen. Das Statistikamt des Landes hatte einen Wert von 7,4 Prozent erwartet.

Laut Ökonomen sind Wirtschaftsmaßnahmen der Regierung verantwortlich für das Ergebnis. Vor allem in den sozialen Wohnungsbau und ins Verkehrswesen wurden in den vergangenen Monaten staatliche Geldmittel gepumpt und Investitionen angeschoben.

Trotz der positiven Werte treten die Chinesen auf die Euphoriebremse.

“Wir dürfen nicht übermütig werden. Die Lage bleibt kompliziert, die Ausrichtung unserer traditionellen Industriezweige auf Langzeitziele ist weiterhin schwierig und die Gefahr einer wirtschaftlichen Abschwächung ist weiterhin da”, so Sheng Laiyun, Sprecher des chinesischen Statistikamtes.

Der Wert des zweiten Quartals liegt exakt auf dem Niveau, das die Regierung als Ziel für dieses Jahr ausgegeben hat. Die 7,5 Prozent liegen unter dem Wachstum der vergangenen Jahre und wären – wenn sie erreicht werden – der geringste Zuwachs seit 24 Jahren.

Um mittel- bis langfristig wieder höhere Zahlen zu verbuchen, arbeitet die Staatsführung an Reformen und nimmt vorübergehend sogar vergleichsweise kleine Wachstumswerte in Kauf.