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Griechische Polizei schnappt gesuchten Linksextremisten

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Griechische Polizei schnappt gesuchten Linksextremisten

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Verletzt und in Handschellen liegt einer der meistgesuchten und gefährlichsten Männer Griechenlands am Boden. Nikos Maziotis, ein rechtskräftig verurteilter Linksextremist, ging der griechischen Polizei jetzt in Athen ins Netz. Bei der Festnahme gab es eine heftige Schießerei. Maziotis, ein Polizist und zwei Touristen, einer von ihnen aus Deutschland, wurden verletzt.

An der Festnahme war ein gutes Stück Glück beteiligt. Einige Polizisten waren gerade in der Athener Altstadt auf Patrouille, als einer von ihnen Maziotis erkannte, und das, obwohl der eine Perücke trug.

Der 42-jährigen Maziotis soll einer der führenden Köpfe der Terrororganisation Revolutionärer Kampf sein. Vergangenes Jahr war er in Abwesenheit zu 50 Jahren Haft verurteilt worden. Ihm werden unter anderem mehrere Bombenanschläge zur Last gelegt, etwa der vor der Athener Börse im April dieses Jahres. Auch am Angriff auf die Residenz des deutschen Botschafters im Dezember 2013 soll er beteiligt gewesen sein. 2010 war Maziotis schon einmal festgenommen worden, konnte aber zwei Jahre später untertauchen.

euronews-Reporter Stamatis Giannisis: “In den vergangenen Jahren war Nikos Maziotis einer der meistgesuchten Männer Griechenlands. Die Polizei ist sicher, dass sie dem heimischen Terrorismus, der sich von Zeit zu Zeit mit Bomben und Banküberfällen bemerkbar macht, mit der Festnahme einen schweren Schlag versetzt hat.”