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Proteste in Kiew

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Proteste in Kiew

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Hunderte Menschen haben in Kiew vor dem Amtssitz des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko demonstriert. Es handelt sich dabei um Angehörige ukrainischer Soldaten, die im Südosten des Landes bei Sonderoperationen gegen prorussische Separatisten eingesetzt sind. Sie beklagen die schlechten Bedingungen, denen ihre Angehörigen im Kampfgebiet ausgesetzt sind.

Die Ehefrau eines der dort eingesetzten Soldaten sagte Euronews, dass dringend Verstärkung gebraucht werde. Ihr Ehemann sei zusammen mit seinen Kameraden eingekreist, sie würden von prorussischen Separatisten beschossen. Es gebe nichts, wo die Soldaten Deckung suchen könnten. Die Mutter eines Soldaten konnte ihren Sohn telefonisch erreichen. Er sagte ihr, man habe dort keine Munition, kein Benzin, keine Nahrung. Die Demonstranten verlangen einerseits, dass Munition und Nahrungsmittel in das Gebiet gesandt werden, andere verlangen außerdem die Auswechselung der Soldaten, von denen sich einige seit vier Monaten an der Front befinden.

Ein Sprecher des ukrainischen Präsidenten Poroschenko versicherte unterdessen, dass an der Lösung der Probleme gearbeitet werde, ging aber nicht auf Einzelheiten ein. Die Kiewer Behörden wollen mit der Militäroperation die Proteste gegen den Machtwechsel im Februar in Kiew niederschlagen.