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RioForte stört portugiesisch-brasilianische Fusion

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RioForte stört portugiesisch-brasilianische Fusion

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Die Fusion der portugiesischen Telekom mit der brasilianischen Oi-Gruppe wird von finanziellen Problemen der Investmentfirma RioForte überschattet.

Die Telekom, kurz PT genannt, wartet noch immer auf den Eingang von fast 900 Millionen Euro. Doch RioForte kann die Schulden derzeit offenbar nicht zurückzahlen, die PT hat die Börsenaufsicht eingeschaltet.

“Als PT und Oi über die Fusion verhandelt haben, war die Vereinbarung, dass PT 38 Prozent des fusionierten Konzerns bekommen würde. Doch die Situation ist nun eine andere. PT hat 900 Millionen Euro weniger auf dem Konto. Es muss in Betracht gezogen werden, dass das Unternehmen jetzt weniger wert ist”, sagt der Analyst Camilo Lourenco.

Die Fusion soll dennoch durchgezogen werden, obwohl Oi keine Kenntnis der Geschäfte von PT mit RioForte hatte.

RioForte wiederum ist eine Tochter der Gruppe Espirito Santo International, die ihrerseits in finanzielle Schieflage geraten ist. Davon betroffen ist auch die Banco Espirito Santo, das größte börsennotierte Kreditinstitut Portugals. Anfang der Woche war die Führungsspitze der Bank ausgewechselt worden. Ricardo Salgado, das Oberhaupt der Gründerfamilie und bisherige Direktor der Bank, hatte schon im Juni seinen Rückzug angekündigt.