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Topjobs in Brüssel: Ohne Kanzlerin Merkel geht gar nichts

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Topjobs in Brüssel: Ohne Kanzlerin Merkel geht gar nichts

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Wer wird der nächste Präsident des Europäischen Rates? Und wer wird EU-Außenbeauftrage oder -Beauftragter? Um solche Ämter bekleiden zu können, bedarf es nicht nur der Erfahrung in politischen Spitzenfunktionen sondern auch der Unterstützung durch die Schwergewichte im Europäischen Rat. Gegen den Willen der deutschen Regierungschefin Angela Merkel gehe so gut wie gar nichts, meint der Politik-Experte Janis Emmanoulidis von der Brüsseler Denkfabrik European Policy Centre: “Am Ende ist sie es, die die Richtung vorgibt und alle versuchen, sich ihr anzuschließen.”

Natürlich muss es einen Konsens darüber geben, wer welchen Topjob bekommt, die Interessen der Mitgliedsländer müssen berücksichtigt werden und in Einklang gebracht werden. “Am Ende wird es ein Paket geben, das die Spitzenämter enthält und das die unterschiedlichen Kriterien berücksichtigt”, meint Emmanoulidis. “Nord-Süd, Ost-West, jung-alt, Euro-Nicht-Euro, Frau-Mann. Es ist eine komplexe Angelegenheit.” Doch wie stimmt man die Regierung in London um, die wiederholt mit dem Austritt aus der EU gedroht hat? Premierminister David Cameron widersetzte sich zuletzt erfolglos der Nominierung Jean-Claude Junckers zum Chef der EU-Kommission. “Man wird versuchen, Großbritannien an Bord zu behalten, notwendig ist ein Konsens mit David Cameron”, so Emmanoulidis.