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Kandidatensuche für Brüsseler Topjobs geht weiter

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Kandidatensuche für Brüsseler Topjobs geht weiter

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Die Suche nach den geeigneten Kandidaten für die Spitzenjobs in den europäischen Institutionen geht weiter. Weil die Staats- und Regierungschefs der EU bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel damit scheiterten, sich auf Nachfolger im Amt des Präsidenten des Europäischen Rates und im Amt des Außenbeauftragten zu einigen, wird am 30. August ein neuer Versuch unternommen. Der noch bis Ende Oktober amtierende derzeitige Präsident Herman Van Rompuy habe sich zwar um einen Konsens bemüht, doch die Standpunkte lägen zur Zeit weit auseinander, meint der Experte David O’Leary:
“Italien will seine Außenministerin ins Amt der Außenbeauftragten hieven, der Befindlichkeiten in Mittel- und Osteuropa hat man aber nicht Rechnung getragen.” Polen und die baltischen Staaten hatten moniert, Federica Mogherini sei russlandfreundlich und unerfahren. Bis Ende Juli wollen die EU-Staaten Jean-Claude Juncker, der im Herbst das Amt des Präsidenten der EU-Kommission übernimmt, mitteilen, wen sie als Kommissar nach Brüssel entsenden wollen. “Es ist schwierig für ihn, das richtige Team der Öffentlichkeit und dem Parlament vorzustellen”, sagt O’Leary. “Und er muss wenigstens zehn Frauen in seinem Team haben. Bisher wurden dreizehn Kommissare vorgeschlagen, doch darunter ist keine Frau.” Die Regierung in Berlin hat den derzeitigen Energie-Kommissar Günther Oettinger für eine zweite Amtszeit vorgeschlagen. Eile tut not.
Erwartet wird, dass etwas geschieht, dass Entscheidungen fallen, Europa erweckt den Eindruck langsam und töricht zu sein”, so O’Leary. “Denn es trifft die Entscheidungen nicht, die dazu führen, dass die Ämter besetzt werden und dass die Inhaber mit ihrer Arbeit beginnen. Was für die Menschen zählt, sind eine wachsende Wirtschaft und neue Arbeitsplätze.”