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Leben mit der Angst vor den Raketen der Hamas

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Leben mit der Angst vor den Raketen der Hamas

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Reine Benhamou wohnt in Sderot im Süden Israels in der Nähe des Gazastreifens. Die Wohnung der 92-Jährigen liegt in der 15-Sekunden-Zone. So lange brauchen die Raketen von Hamas, um Sderot zu erreichen.

Reine hat sich einen Schutzraum eingerichtet, doch seit Beginn der Gazakrise und des täglichen Raketenbeschusses fühlt sie sich ihrer Wohnung nicht mehr sicher. Sie ist froh, wenn sie ein paar Mal in der Woche ein Tagesheim für Senioren besucht.

“Zuhause habe ich große Angst”, sagt Reine, “aber wenn ich hier bin, dann bin ich ruhiger. Ich weiß, dass ich hier in Sicherheit bin.”

“Wir haben umfassende Sicherheitsvorkehrungen getroffen”, so Heimleiter Rafe Eitem. “Wir haben ein Betondach und drei Schutzräume. Bei rotem Alarm bringen die Betreuer ihre Gruppe in einen der sicheren Räume. Sie haben 15 Sekunden Zeit, aber das ist genug.”

Nach ein paar Stunden werden die Besucher der Tagesstätte wieder nach Hause gebracht. Dank der israelischen Sicherheitsvorkehrungen ist bisher erst ein Zivilist von den Hamasraketen getötet worden. Aber deshalb fühlen sich die alten Menschen nicht sicherer, wenn sie während des Bombenalarms wieder allein in ihrer Wohnung sind.