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Missbrauchsvorwürfe: 458 Minderjährige aus Heim in Mexiko befreit

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Missbrauchsvorwürfe: 458 Minderjährige aus Heim in Mexiko befreit

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Im westmexikanischen Bundesstaat Michoacán hat die Polizei 458 Minderjährige aus einem Heim befreit.

Die Leiterin des Internats “La Gran Familia” in der Stadt Zamora und acht Mitarbeiter wurden wegen Verdachts auf Freiheitsberaubung festgenommen.

Etliche Bewohner des Heims sollen über Jahre hinweg sexuell missbraucht worden sein und unter menschenunwürdigen bedingungen gelebt haben.

Der Chefermittler der Generalstaatsanwaltschaft, Tomas Zeron de Lucio, erklärte nach dem Einsatz:

“Die Kinder, die in dem Heim geboren wurden, ließ die Gründerin auf ihren Namen registrieren. Die leiblichen Eltern durften keine Entscheidungen über ihre Kinder treffen. Dafür sollten die Kinder die Einrichtung als Volljährige verlassen können.”

Selbst wenn die Jugendlichen volljährig wurden, ließ die Heimleiterin sie nicht so einfach ziehen. So habe eine der befreiten Frauen der
Polizei berichtet, sie habe die Einrichtung mit 18 Jahren verlassen wollen, sei aber 13 weitere Jahre festgehalten worden.

Die Gründerin des Heims hatte seit 1957 offenbar tausende Kinder bei sich aufgenommen und erhielt für ihre Tätigkeit zahlreiche Auszeichnungen.