Eilmeldung

Eilmeldung

Kiew: Rebellen vernichten Beweise an Absturzstelle

Sie lesen gerade:

Kiew: Rebellen vernichten Beweise an Absturzstelle

Schriftgrösse Aa Aa

In Kiew ist eine Gruppe von Experten aus Malaysia eingetroffen. Sie soll den Absturz der Boeing 777 der Malaysian Airlines in der Ostukraine untersuchen. Zu der Gruppe gehören Experten für Spurensicherung, Luftfahrt und Leichenidentifizierung. Auch Verkehrsminister Liow wird in die Ukraine reisen.

Vertreter der Rebellen, der ukrainischen Regierung und der OSZE versuchen eine Sicherheitszone mit einem Radius von 20 km um die Absturzstelle festzulegen. Die ukrainische Regierung warf den Rebellen, die die Umgebung der Absturzstelle kontrollieren, vor, Beweismaterial zu zerstören und Gegenstände und Leichen entfernt zu haben.

Eine 30 Mann starke Gruppe der OSZE konnte gestern kurz die Absturzstelle inspizieren, bevor sie von einem Rebellenkommandeur aufgefordert wurde, “zur eigenen Sicherheit” das Gelände zu verlassen. Die Rebellen gestatteten Mitarbeitern des ukrainischen Katastrophenschutzes ein 18 Quadratkilometer großes Gelände zu überprüfen. Dort wurden 186 Leichen gesichtet. Allerdings durften die ukrainischen Katastrophenschützer nichts mitnehmen. Die Trümmer von Flug MH17 sind über etwa 20 Quadratkilometer verstreut.