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Ukraine: OSZE-Beobachter suchen nach Absturzursache

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Ukraine: OSZE-Beobachter suchen nach Absturzursache

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Die Suche geht weiter – die Suche nach dem Grund dafür, warum das malaysische Flugzeug in der Ukraine abgestürzt ist.

Im Land sind seit längerem die Beobachter von der OSZE, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa.

Sie machten sich jetzt auch auf den Weg zum Unglücksort. Eine OSZE-Sprecherin sagte aber, sie hätten sich dort nicht frei bewegen dürfen: Die Aufständischen, die das Gebiet kontrollieren, hätten sie daran gehindert.

Michael Bociurkiw, ein Sprecher vor Ort sagt dagegen, man habe den versprochenen Zugang bekommen, auch wenn man sich dann sehr schnell einen Überblick habe verschaffen müssen.

Bewaffnete Aufständische hätten sich grob benommen, heißt es von OSZE-Sprechern ebenfalls. Anwohner hätten Wrackteile weggenommen, und über den Verbleib der Flugschreiber habe man nichts erfahren können.

Der Fotoreporter Pierre Crom berichtet, die Beobachter hätten die Straße am Absturzort nicht verlassen dürfen. Die Trümmer lagen jedoch auf den Feldern: Als Beobachter dort aber hinwollten, habe der Anführer der Aufständischen vor Ort einen Warnschuss abgegeben.

Die ukrainische Regierung hat inzwischen noch eine ganz andere Sorge: Aufständische könnten mit Kreditkarten der Toten Geld abheben – so schildert es
jedenfalls Anton Geraschenko, ein Berater des Innenministers. Die Verwandten der Opfer möchten doch bitte die Karten sperren lassen.

Heute wollen die OSZE-Beobachter erneut zu der Absturzstelle.