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Nach MH17-Absturz: 17 und 777 heiße Glückszahlen in Asien

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Nach MH17-Absturz: 17 und 777 heiße Glückszahlen in Asien

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Für Malaysian Airlines ist der Abschuss von Flug MH17 über der Ostukraine bereits die zweite Katastrophe. Vor nur vier Monaten verschwand Flug MH370 nach Peking spurlos im südlichen indischen Ozean. Mehr als 20 Angestellte hat die Airline verloren, die Stimmung der Mitarbeiter ist schlecht.

“Die Crews sind demoralisiert. Einige kommen weinend zur Arbeit. Es kommt darauf an, wie stark die einzelnen sind, um damit fertig zu werden”, meint Ismail Nasaruddin von der Gewerkschaft NUFAM (National Union of Flight Attendants).

Malaysian hat schon seit längerem unter der Konkurrenz von Billiganbietern wie der ebenfalls malaysischen Air Asia zu kämpfen. Jetzt stornieren Passagiere massenhaft ihre Tickets.

“Malaysia sollte aktiver handeln. Es sollte sich nicht auf andere verlassen. Sie sollten Druck ausüben, damit so etwas nicht noch einmal passiert”, findet Passagier Avirup Chatterjeepilla, der von Kuala Lumpur ins australische Perth fliegt.

Die Menschen versuchen alle, auf ihre eigene Art mit der Katastrophe fertig zu werden. Während einige in einem buddhistischen Tempel in Zentrum von Kuala Lumpur für Opfer und Angehörige beten, setzen andere bei legalen und illegalen Lotterien auf die Zahlen 777 und 1717. (Das abgestürzte Flugzeug war eine Boeing 777, 17 steht für Flugnummer und das Datum).

Mit Katastrophen verbundene Zahlen, so der Volksglaube, bringen später Glück. Die Nachfrage nach diesen Zahlen ist so groß, dass inzwischen keine Wetten mehr auf sie angenommen werden. Die Buchmacher müssten im Gewinnfall zu viel auszahlen.