Eilmeldung

Eilmeldung

"Forbes" nicht länger Familienunternehmen

Sie lesen gerade:

"Forbes" nicht länger Familienunternehmen

Schriftgrösse Aa Aa

Magazin-Leser wandern ab, selbst die Reichen und die Möchtegerns googlen die Forbes-Milliardärs-Listen mehr und mehr im Internet. Ganz zu schweigen von den Anzeigen.

Jetzt bekommt das US-Wirtschaftsmagazin “Forbes” einen neuen Haupteigner. Eine Investorengruppe aus Hongkong übernimmt die Mehrheit an dem New Yorker Verlag.

Das Rennen um “Forbes” machte die jüngst gegründete Investorengruppe “Integrated Whale Media Investments” aus Hongkong. Dahinter stecken laut “Forbes” unter anderem einer der Mitgründer des taiwanischen Computerbauers Asus, Wayne Hsieh, und Investor Tak Cheung Yam.

Die Forbes-Familie hatte 2006 eine Minderheitsbeteiligung an den Finanzinvestor Elevation Partners verkauft. Er zieht sich mit dem Einstieg der neuen Investorengruppe zurück.

Bisher hatte die Gründerfamilie 97 Jahre lang das Sagen. Familienoberhaupt Steve Forbes will sich im Unternehmen weiter für die überkommenen Werte stark machen.

Die genaue Höhe der Beteiligung und der Preis dafür wurden nicht genannt.

Der Verkauf markiert den anhaltenden Niedergang der amerikanischen Medien-Dynastien, seit die “Los Angeles Times” der Chandlers im Jahr 2.000 mit der Tribune Company fusionierte. Dann verkauften die Bancrofts das “Wall Street Journal” an Rupert Murdoch, die Familie Graham machte bei der “Washington Post” Platz für den Amazon-Gründer Jeff Bezos.

Einige halten noch die Stellung, etwa die Ochs-Sulzberger-Familie bei der “New York Times”, die Hearst-Familie bei der Hearst Corp. und die Newhouses bei “Conde Nast”.

su mit dpa