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Gaza: Das Sterben geht weiter

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Gaza: Das Sterben geht weiter

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Nach dem bislang blutigsten Tag in Gaza-Konflikt geht das Sterben weiter. Bei Luftangriffen auf Rafah und Chan Yunis wurden am Montagmorgen 30 Palästinenser getötet.

In Rafah wurden 10 Mitglieder der Sejem-Familie auf der Flucht getötet. Als ihr Haus von Panzern beschossen wurde, flohen sie. Auf der Straße traf sie dann eine Rakete.

“Wir rannten vor den Granaten weg. Ich rannte zum Haus meines Bruders. Die Leichen der ganzen Familie lagen vor dem Haus. Alle tot. Neun oder zehn”, schildert Misbah Sajem.

Anders als früher gab es diesmal keine israelische Vorwarnung durch einen Telefonanruf oder eine SMS oder einen “Anklopf-Angriff” mit einer Rakete geringer Sprengkraft.

“Sie haben uns nicht gewarnt, sie haben die Bewohner nicht aufgefordert, das Haus zu verlassen. Auch die Nachbarn nicht. 22 Menschen lebten in dem Haus, sie sind alle tot”, klagt Hussein Abu Jamea.

Israel machte die Hamas für die hohe Zahl der Opfer in der Zivilbevölkerung verantwortlich. Sie verstecke Tunneleingänge, Waffen und Kämpfer in den Wohngebieten des dichtbesiedelten Gazastreifens.