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Mehr als 100 Todesopfer am bisher blutigsten Tag der Gaza-Offensive

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Mehr als 100 Todesopfer am bisher blutigsten Tag der Gaza-Offensive

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Rund 100 tote Palästinenser und 13 getötete israelische Soldaten – es war der bisher blutigste Tag seit Beginn der israelischen Offensive im Gazastreifen vor gut zwei Wochen.

Die auch vom Roten Kreuz eingefädelte Feuerpause hatte nur sehr kurz gehalten – zu kurz, klagten Rettungskräfte.

“Die israelischen Sicherheitskräfte haben uns gerade mal zwei Stunden Waffenruhe gegeben, wir haben nicht genug Zeit, um hier alle Verwundeten einzusammeln”, so ein freiwilliger Helfer. “Es gibt noch viel mehr, und viele Märtyrer. Wir beten, dass es eine neue Feuerpause gibt, damit wir mehr Menschen retten können.”

Die israelische Armee bezeichnet das Schedschaija-Viertel als “Hochburg der Hamas”. Schon vor zwei Tagen hatte die israelische Armee die Bewohner aufgefordert, das Viertel zu verlassen.

Nun gingen die Streitkräfte unter anderem mit Artilleriebeschuss gegegen dort vermutete Raketenstellungen und andere Ziele vor. Allein im Schedschaija-Viertel wurden am Sonntag mehr als 60 palästinensische Todesopfer gezählt.

Seit Beginn der israelischen Offensive sind mehr als 430 Palästinenser ums Leben gekommen und rund 3000 verletzt worden.