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MH17-Absturz: Ziel des Leichentransports bleibt unklar

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MH17-Absturz: Ziel des Leichentransports bleibt unklar

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Fast alle der über 200 bisher entdeckten Opfer des MH17-Fluges befinden sich inzwischen offenbar in den Händen der ostukrainischen Separatisten. Nach Angaben der ukrainischen Regierung hätten die Rebellen von Helfern die Herausgabe aller Leichen erzwungen.

Die sterblichen Überreste der Opfer sollen in den Kühlwagons eines Güterzuges gesammelt und abtransportiert werden.

“Wir warten auf die übrigen Leichen, um sie nach Hause zu schicken”, so ein Wachposten bei dem Güterzug, 15 Kilometer nördlich der Absturzstelle. “Sobald alle eingesammelt sind, fährt der Zug los.”

Auch warte man noch auf die Ankunft einer Delegation der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation, hieß es von Seiten der Rebellen.

Unklar bleibt aber, wohin der Zug fahren soll. Man setze sich für eine schnellstmögliche Überführung Richtung Kiew ein, so der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte.

“Außenminister Frans Timmermans wird in New York bei den Vereinten Nationen und den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats mit Hilfe einer internationalen Koalition auf eine schnelle Rückführung der Opfer und eine vollständige Aufklärung des fürchterlichen MH17-Vorfalls hinarbeiten”, so Rutte. “Die Verzögerungen sind nicht akzeptabel, wir arbeiten hart an einer schnellen Überführung der Opfer.”

Außerdem sollen niederländische Experten in Charkiw ein Koordinationszentrum einrichten. Zwei Drittel der fast 300 Opfer sind niederländische Staatsbürger.

Die für die Aufklärung wichtigen Flugschreiber und Stimmrekorder sind inzwischen offenbar ebenfalls in der Hand der Separatisten.