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Pienes Ausstellung in Berlin wird zur Hommage

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Pienes Ausstellung in Berlin wird zur Hommage

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Die Multimedia-Performance “The proliferation of the sun” des am 17.Juli verstorbenen Künstlers Otto Piene ist in Berlin Nationalgalerie zu sehen. Der 86-Jährige hatte die Ausstellung mit seinen Licht- und Feuerbildern einen Tag vor seinem Tod in der Neuen Nationalgalerie eröffnet.

Otto Piene zeigte das Werk zum ersten Mal 1966 in New York, wo er damals lebte. Er gilt als ein Wegbereiter der Licht- und Feuerkunst sowie der Sky-Art-Aktionen. Im Jahre 1958 gehörte der gebürtige Westfale zu den Begründern der Düsseldorfer Künstlergruppe ZERO. Sie bescherte der deutschen Nachkriegskunst eine “Stunde Null”. Ihr Ziel war es sich von der Vergangenheit zu befreien. Den alten Werten der Kunst wollten sie eine Alternative entgegensetzen, eine hoffnungsvollere und idealistischere Auffassung des Lebens.

Nach eigenen Aussagen gründete die Faszination Pienes für Licht in den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs. Dort seien ganze Städte während der Luftangriffe in Dunkelheit versunken. Dies war ein Erlebnis, das ihn tief geprägt hat.

Die nächtliche Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie wird von der Ausstellung “More Sky” begleitet. Sie ist bei Tage in der Kunsthalle der Deutschen Bank zu sehen. Hier kann man Skulpturen und Gemälde des Künstlers bewundern. Beide sind noch bis zum 31.August für das Publikum geöffnet.