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Putin fordert internationale Untersuchung des MH17-Absturzes

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Putin fordert internationale Untersuchung des MH17-Absturzes

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Nach Telefonaten mit europäischen Regierungschefs hat der russische Präsident Wladimir Putin erstmals eine offizielle Stellungnahme zum Absturz der MH17-Maschine abgegeben.

In einer über Nacht aufgezeichenten Fernsehansprache sagte Putin: “Für die Sicherheit der internationalen Experten am Unglücksort muss alles getan werden. […] Russland wird seinen Teil dazu beitragen, den Konflikt in der Ostukraine von der augenblicklichen militärischen Phase in eine diplomatische und friedliche Phase zu überführen.”

Westliche Politiker, darunter US-Außenminister John Kerry, hatten Putin zuvor mehrfach aufgefordert, bei den pro-russischen Separatisten in der Ostukraine darauf hinzuwirken, die Untersuchungen zum Absturz von MH17 nicht zu behindern und den OSZE-Beobachtern freie Hand zu lassen.

“Dies ist eine Stunde der Wahrheit für Russland”, so Kerry zuvor in einem Fernsehinterview. “Einige Anführer der Separatisten sind Russen. Russland bewaffnet die Separatisten und bildet sie aus. Ich meine also, dass für Russland und Herrn Putin nun ein Stunde der Wahrheit gekommen ist. Sie müssen ihren vollen Einfluss geltend machen, um die Integrität der Untersuchung zu gewährleisten.”

In seinem Statement sagte Putin nun, der MH17-Absturz dürfe nicht für politische Zwecke missbraucht werden. Er forderte eine Untersuchung des Abstutzes unter Leitung der Internationale Zivilluftfahrtorganisation. Die Verteter der Regionen Donezk, Luhansk und der ukrainischen Regierung vor Ort reichten dafür nicht aus, so Putin.