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Catalunya Banc: Milliardengrab für Spaniens Steuerzahler

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Catalunya Banc: Milliardengrab für Spaniens Steuerzahler

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Der spanische Staat hat das im Zuge der Bankenkrise verstaatlichte Institut Catalunya Banc verkauft – mit hohen Verlusten für den Steuerzahler. Das sanierte Geldinstitut geht für knapp 1,2 Milliarden Euro an die Großbank BBVA.

Der spanische Staat hatte in die Sanierung des maroden Geldhauses rund 13,5 Milliarden Euro Steuergelder gesteckt – das Geld ist zu 90% weg. Nach Berechnungen spanischer Medien (“El País”) entspricht dies fast der Summe, die die Regierung von Ministerpräsident Mariano
Rajoy in den Jahren 2012 und 2013 in den Bereichen Gesundheit und Bildung eingespart hatte.

Die konservative Regierung hatte die Bankenhilfe damit begründet, dass ein Zusammenbruch maroder Geldhäuser viel schlimmere Folgen gehabt hätte. Spanien hatte für die Sanierung maroder Banken von der EU Kredithilfen in Höhe von 41 Milliarden Euro in Anspruch genommen.

Die BBVA aus Bilbao setzte sich bei der Übernahme der Catalunya Banc gegen die Konkurrenten Santander und CaixaBanc durch. Zuvor waren zwei Versuche einer Reprivatisierung mangels attraktiver Angebote gescheitert.

Die Catalunya Banc hat nach eigenen Angaben 3,6 Millionen Kunden und beschäftigt 5.400 Mitarbeiter.

In der vergangenen Woche hatte die
US-Investmentgesellschaft Blackstone der Bank “faule” Darlehen im Nennwert von knapp 6,4 Milliarden Euro abgekauft. Dafür zahlte der
Finanzinvestor 3,6 Milliarden Euro. Der Bankenrettungsfonds Frob unterstützte das Geschäft mit 570 Millionen Euro. Damit wurde der Weg für den Verkauf der Bank frei.

su mit dpa