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MH17-Absturz: Wut und Trauer auf Kundgebungen in den Niederlanden

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MH17-Absturz: Wut und Trauer auf Kundgebungen in den Niederlanden

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Der Schock um das Schicksal von Flug MH17 sitzt tief in den Niederlanden. Seit Tagen werden überall im Land Trauerkundgebungen abgehalten – wie in Rotterdam, im Andenken an das Betreiber-Paar eines beliebten asiatischen Restaurants.

Bei der Bevölkerung mischen sich Schrecken, Trauer und Wut: “Wut, weil das Flugzeug harm- und wehrlos war”, so ein Besucher der Kundgebung. “Die zivile Luftfahrt hat mit dem Konflikt nichts zu tun, diese Leute hatten damit nichts zu tun. Es ist so traurig.”

Der niederländische König Willem-Alexander, seit etwas mehr als einem Jahr im Amt, kam am Montag mit betroffenen Familien zusammen und richtete sich in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung.

“Die fürchterliche Tragödie hat eine tiefe Wunde in unserer Gesellschaft hinterlassen”, so Willem-Alexander. “Diese Wunde wird noch jahrelang sicht- und spürbar bleiben. In solch schlimmen Situationen sind innere Stärke, Mitgefühl und Solidarität besonders wichtig.”

Trauer und Wut ruft in den Niederlanden auch der Umgang mit den geborgenen Leichen in der umkämpften Ostukraine hervor. So schnell wie möglich will man die sterblichen Überreste der Opfer heimholen und für eine Aufklärung der Tragödie sorgen.

Dazu haben die Niederlande inzwischen ihre eigene Untersuchung eingeleitet. Die Nachforschungen sollen auch vom ukrainischen Charkiw aus angestellt werden.

Einen offiziellen Trauertag für die 193 niederländischen Opfer gibt es noch nicht.