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MH17: Identifizierung der Opfer soll so schnell wie möglich beginnen

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MH17: Identifizierung der Opfer soll so schnell wie möglich beginnen

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euronews:
Am Dienstag ist ein Sonderzug in Kharkiv angekommen, aus Donetsk. Dieser Zug bringt die Opfer des Absturzes des Fluges MH17. Ist denn bereits bekannt, wann und wo die Toten identifiziert werden?

Maria Korenyuk :
Nach Angaben aus dem Internet sollen die Identifizierung hier in Kharkiv, in der Ukraine, stattfinden. Die Angehörigen können nach diesen Informationen hierher kommen. Wir können das aber nicht bestätigen. Nach Angaben unserer Quellen in den ukrainischen und der niederländischen Behörden sollen die Opfer in den Niederlanden identifiziert werden, und in diese Richtung wird am Mittwoch das erste Flugzeug mit den Toten abfliegen. Etwas später werden sechs Experten aus der Ukraine in die Niederlande fliegen, um an den Identifizierungen teilzunehmen. Wie lange diese ganze Prozedur dauern wird, wissen wir nicht, wohl einige Tage oder Wochen. Es hängt natürlich vom Zustand der Toten ab. Das Wichtigste ist, und die niederländischen und ukrainischen Behörden sind sich da einig, ist, dass die Identifizierungen so schnell wie möglich beginnen, damit die Experten sicher sein können, dass alle Körper gefunden worden sind. Im Augenblick ist das noch nicht sicher. Es ist auch nicht sicher, dass alle Leichen in die Niederlande geflogen werden.

euronews :
Die Blackboxes der Maschine sind an die malaysischen Behörden übergeben worden. Das Wrack des Flugzeuges ist aber noch in der Ukraine. Mithilfe der Wrackteile und mit moderner Technologie wird es möglich sein, die Einzelheiten dieses Angriffs zu rekonstruieren. Was wird also mit den Wrackteilen passieren?

Maria Korenyuk:
Das ist eine Frage, die derzeit von großem Interesse für die Welt ist, aber leider haben wir bisher noch keine Antwort. Wir wissen auch nicht, wo die Untersuchung des Wracks stattfinden soll – in der Ukraine oder in einem anderen Land. Der stellvertretende Premierminister Volodymir Groysman kann auf diese Frage noch keine Antwort geben, da die Behörden noch immer keinen Zugang zur Absturzstelle haben, dieses Gebiet wird von Separatisten kontrolliert. Die ukrainischen Behörden warten derzeit auf die Unterstützung und den Druck der Internationalen Gemeinschaft, damit sie Zugang zu jedem Zentimeter in dem Gebiet bekommen.