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Saudi-Arabien: Börsenhektik, orientalisch

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Saudi-Arabien: Börsenhektik, orientalisch

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Einer der letzten großen Aktienmärkte der arabischen Welt öffnet sich vollständig für ausländische Investoren: Saudi-Arabien.

Das land ermöglicht Investoren aus dem Ausland in der ersten Jahreshälfte 2015 den Zugang zu seinem Aktienmarkt. Die Kapitalmarktbehörde (CMA) will im August Vorschriften für die Zulassung qualifizierter ausländischer Finanzinstitute am Aktienmarkt veröffentlichen.

Damit bekommen Anleger Zugang zu einem 530 Milliarden Dollar schweren Markt, knapp die Hälfte größer als die Börsen von Katar, Abu Dhabi und Kuwait zusammen, zur größten Börse in der arabischen Welt. Zum Vergleich die Marktkapitalisierung in Frankfurt: 1,6 Billionen Dollar – rund das Dreifache.

Bisher dürfen in Saudi-Arabien nur inländische Anleger und Investoren aus den sechs Mitgliedsländern des Golf-Kooperationsrates handeln.

Saudi Arabien ist bisher laut Bloomberg neben China der größte Aktienmarkt, dessen inländische Aktien nicht in den weltweiten Aktienindizes von MSCI vorkommen, da es Handelsbeschränkungen für Ausländer gibt.

Der 90-jährige König Abdullah möchte das Land unabhängiger vom Ölexport machen und bemüht sich, die Wirtschaft zu diversifizieren.

su mit Reuters