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Tour de France mit erstem Etappen- Sieg für Rogers

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Tour de France mit erstem Etappen- Sieg für Rogers

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Bei der ersten der drei Pyrenäen-Etappen siegte Michael Rogers. Er krönt damit ein verrücktes Jahr, das beinahe sein Karriereende bedeutet hätte. Erst im April wurde der 34 Jahre alte Australier vom Dopingvorwurf freigesprochen, nun legte er ein starkes Comeback an den Tag, bei der 101. Frankreich-Rundfahrt über 237,5 Kilometern.

Michael Rogers verbeugte sich noch vor dem Zielstrich und vollendete mit Tränen in den Augen seine persönliche Erfolgsgeschichte 2014.
In Luchon hatte sich der Teamkollege des verletzt
ausgestiegenen Topfavoriten Alberto Contador wenige Kilometer vor dem Ziel von den verbliebenen Kontrahenten einer ursprünglich 21 Fahrer umfassenden Ausreißergruppe abgesetzt und auf der rasenden Abfahrt seine Zeitfahrqualitäten ausgespielt.

Nibali, der Mann im Gelben Trikot, konterte auf der längsten
Tour-Etappe die wenigen Angriffe seiner Rivalen problemlos und nimmt mit weiterhin 4:37 Minuten Vorsprung auf den Spanier Alejandro Valverde die beiden wohl entscheidenden Hochgebirgsetappen am Mittwoch und Donnerstag in Angriff

Souveräner Spitzenreiter bleibt Vincenzo Nibali, der als erster Italiener seit Marco Pantani 1998 die Tour gewinnen kann.

Beim wenig spektakulären Kletterduell der Spitzenfahrer war Romain
Bardet der große Verlierer. Der bisherige Gesamtdritte verlor am Port
de Balès 25 Kilometer vor dem Ziel 1:50 Minuten auf seine Rivalen und rutschte auf den fünften Gesamtrang ab. Neuer Gesamtdritter ist nun Thibaut Pinot (5:06 Minuten zurück), der seine Ängste auf den
Abfahrten diesmal gut im Griff hatte.

Auch Leopold König vom kleinen deutschen NetApp-Team setzte seine stark Tour fort und erreichte zusammen mit Nibali das Ziel.

Nun kommen noch die zwei nächsten Pyrenäen-Etappen, die es mehr als in sich haben. In den beiden kommenden Tagen warten zwei schwere Kletterpartien in Saint-Lary Pla d’Adet und in Hautacam.