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UN-Sicherheitsrat fordert freien Zugang für Ermittler zum MH17-Absturzgebiet

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UN-Sicherheitsrat fordert freien Zugang für Ermittler zum MH17-Absturzgebiet

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Das Votum war einstimmig. Die 15 Mitglieder des UN-Sicherheitsrats haben in einer Resolution Konsequenzen für die Verantwortlichen der MH17-Tragödie sowie einen uneingeschränkten und sicheren Zugang für Ermittler zum Absturzgebiet gefordert.

Eingebracht hatte die Vorlage Australien angesichts der 28 australischen Opfer an Bord der Maschine. Außenministerin Julie Bishop war dafür eigens nach New York gereist.

“Es ist verabscheuungswürdig, dass der Zugang nicht gewährt wird”, sagte Bishop an die ostukrainischen Separatisten gerichtet. “Das ist ein Affront gegenüber den Opfern und deren Familien. Alle Staaten, alle bewaffneten Gruppen, jeder muss bei der Untersuchung kooperieren.”

Auch Russland stimmte für die Resolution, erwirkte zuvor aber den Austausch des Wortes “Abschuss” durch eine neutralere Formulierung.

Russland sei bereit, jeden nötigen Beitrag zu Organisation und Durchführung unabhängiger internationaler Untersuchungen zu leisten, sagte der russische UN-Botschafter Vitaly Churkin. Entsprechende Anweisungen an russische Militärangehörige und andere Offizielle seien bereits erteilt worden.

Die US-Botschafterin bei der UNO, Samantha Power, begrüßte das russische Votum, bedauerte aber, dass Russland nicht schon am Donnerstag seinen Einfluss bei den Separatisten geltend gemacht habe. Dann wäre diese Resolution garnicht nötig geworden, sagte Power.

Russland bestreitet offiziell die Version, wonach Separatisten für den Absturz verantwortlich seien und verdächtigt ukrainische Abwehrstellungen oder Kampfjets. Den Antrag Russlands, alle Referenzen zu bewaffneten Gruppen in der Ostukraine aus dem Resolutionstext zu streichen, lehnte der Sicherheitsrat ab.