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Großbritannien: neue Untersuchung zum Tod von Ex-KGB-Agenten

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Großbritannien: neue Untersuchung zum Tod von Ex-KGB-Agenten

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Der Fall des vor acht Jahren gestorbenen russischen Geheimagenten Alexander Litwinenko wird noch einmal aufgerollt. Die britische Innenministerin Theresa May kündigte an, es werde eine öffentliche Untersuchung geben.

Der Fall hatte damals für erhebliches Aufsehen gesorgt. Litwinenko war an einer Poloniumvergiftung gestorben.

Die britische Polizei teilte mit, sie habe genug Beweise, um die beiden KGB-Agenten Andrej Lugowoi und Dmitri Kowtun wegen Mordes anzuklagen. Lugowoi ist heute Abgeordneter im russischen Parlament.

Die Witwe des vergifteten Agenten glaubt, dass der russische Staat ihren Mann ermorden ließ. Sie hofft, dass die Untersuchung die Hintergründe des Todes klärt, glaubt aber nicht an eine Bestrafung der Täter.

“Ich glaube nicht, dass Putin seine Entscheidung ändern wird, nicht auszuliefern”, so Marina Litwinenko. “Und er wird nicht die Verfassung ändern, das ist die Voraussetzung dafür.”

Litwinenko hatte für den sowjetischen Geheimdienst KGB gearbeitet. Er lebte später in Großbritannien. Dort soll er dann für den britischen Auslandsgeheimdienst aktiv gewesen sein.