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Israel setzt Offensive und Beschuss Gazas fort

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Israel setzt Offensive und Beschuss Gazas fort

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Während internationale Top-Diplomaten immer lauter einen Waffenstillstand fordern, haben israelische Einheiten auch in der Nacht auf Mittwoch wieder Ziele in Gaza beschossen.

Über 600 Todesopfer, darunter Dutzende Kinder, und rund 3700 Verwundete zählt die Gesundheitsbehörde in Gaza inzwischen.

Die israelische Armee will 183 Militante getötet haben und beklagt selbst inzwischen 27 tote Soldaten – fast dreimal soviele wie bei der letzten Bodeninvasion.

In Ramallah im Westjordanland trat Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas unterdessen mit seinem Kabinett zusammen, um Gespräche mit der Türkei, Qatar und Ägypten zu erörtern. Auch mit Hamas-Anführer Khaled Mashaal hatte Abbas zuvor gesprochen.

Einen von Ägypten ausgearbeiteten Waffenstillstand hatte die Hamas zuletzt ausgeschlagen, weil sich nicht kosultiert worden sei. Abbas kritisierte den heftigen Beschuss Gazas aber als das Werk einer israelischen Tötungs- und Zerstörungsmaschine.

Auf ein Ende der Auseinandersetzung will sich aber auch Israel nicht so einfach einlassen – nicht, bevor das Tunnel-Netz der Hamas zerstört sei, wie Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem angereisten UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte.