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Israels Reisebranche fürchtet hunderte Millionen Ausfall

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Israels Reisebranche fürchtet hunderte Millionen Ausfall

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“Vor Reisen in den Gazastreifen wird dringend gewarnt,” so das Auswärtige Amt in Berlin auf seiner Webseite. Wer könne, solle mindestens 40 Kilometer Abstand halten. Und sich über die Lage von Schutzräumen und das Verhalten bei Raketenangriffen.

Nicht gerade ideale Urlaubsvoraussetzungen. Viele deutsche Reiseveranstalter wie Studiosus, Dertour oder Meier’s Weltreisen und ADAC Reisen haben alle Israel-Rundreisen Land bis Ende August abgesagt.

Nur keine Panik, so der Sprecher der israelischen Flughafenbehörde, Ofer Leffler:

“Der Ben Gurion Flughafen ist der sicherste Ort auf der Erde, ist der sicherste Ort in Israel. Bisher wurden rund 80 Flüge gestrichen. Wir hoffen, dass sich diese Beschlusslage in den nächsten Stunden ändert (und dass alle wieder in Israel landen).”

Jährlich besuchen laut OECD knapp 3 Millionen Touristen Israel, zwei Prozent der Wirtschaftsleistung und alles in allem 7 Prozent der Jobs hängen von diesem Sektor ab (206 000).

Die Branche schätzt , dass die Luftangriffe im Herbstquartal gut ein Drittel der Besucher fernhalten könnten und 500 Millionen Dollar (371 Millionen Euro) an Einnahmen ausfallen, davon 50 Millionen bei der nationalen Fluggesellschaft El Al.

80 von insgesamt 209 Flügen eines Tages nach Tel Aviv gestrichen – für Beobachter
erhöht das den politischen und auch wirtschaftlichen Druck auf Israel
deutlich.

Auf der englischsprachigen Internetseite der israelischen Tourismusbehörde findet der aktuelle Konflikt bisher nicht statt.

Sigrid Ulrich