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MH17: Opfer werden in die Niederlande ausgeflogen

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MH17: Opfer werden in die Niederlande ausgeflogen

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Heute sollen die ersten 50 MH17-Opfer mit Militärtransportmaschinen aus der Ukraine ausgeflogen werden, in die Niederlande, wo die Identifizierung vorgenommen werden wird. Bis zum Wochenende soll auch der Rest der Leichen in die Niederlande gebracht werden.

Gestern waren die Transporte mit sterblichen Überresten der Opfer des abgestürzten MH17-Fluges auf einem Sammelpunkt im von der ukrainischen Regierung kontrollierten Charkiw eingetroffen.

Doch den dortigen Inspekteuren der UNO, Interpols und den niederländischen Ermittlern bleiben Zweifel an der Gründlichkeit und Zuverlässigkeit der Bergung am Absturzort.

“Es waren mehr Leute an Bord des Flugzeuges, und mehr sterbliche Überreste zu bergen. Wir können aber auch noch nicht alle übergebenen Leichenteile zuordnen. Bisher kommen wir nur auf 200 Opfer in unserer Obhut”, so Jan Tuinder, Chef des niederländischen Forensik-Teams.

Im von Separatisten kontrollierten Absturzgebiet, wo auch Mitarbeiter der ukrainischen Regierung aktiv sind, haben die Vertreter der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation und OSZE-Beobachter weiterhin nur beschränkten Einfluss.

“Wir können keine gesicherten Aussagen machen, aber heute haben wir beispielsweise einige Leichenteile in einer Plastiktüte am Straßenrand gesehen, die nicht eingesammelt wurden. Dabei hatten wir schon zuvor darauf aufmerksam gemacht”, sagte OSZE-Sprecher Michael Buciurkiw.

Im niederländischen Eindhoven werden die ersten Opfer mit einer Trauerzeremonie in Anwesenheit des Königspaars und weiteren Würdenträgern in Empfang genommen werden, bevor sie anschließend auf einen Armeestützpunkt nach Hilversum verlegt werden.